Schmuck beim Sondeln finden

Auch der Mensch schmückt sich seit jeher mit allerlei Zierrat.
In der Eisenzeit, Römerzeit und Mittelalter waren Schmuck-Fibeln der übliche Kleiderverschluss und entsprachen in der Funktion unseren heutigen Sicherheitsnadeln.
Eine im 8. Jahrhundert aufkommende und bis in die 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts beliebte Fibel-Form war die sogenannte „Kreuzemailscheibenfibel“.
Auch an der Kleidung festgenähte Haken und Ösen, waren im Mittelalter übliche Verschlüsse und wurden gegenüber den Knöpfen offenbar bevorzugt.
Kleine Zierscheiben, dünne, scheibenförmige Schmuckanhänger, welche von der frühen Bronzezeit um
Wieso kann man beim Sondeln heutzutage überhaupt Schmuck auf Feld, Wald und Wiese finden?
Einer Theorie nach könnten diese Geschmeide über den früheren unbefestigten Wegen einfach verlorengegangen sein. Die „besseren Wege“ waren holprige Kopfsteinpflaster. (die besonders aus dem Römischen Reich für den Bau von Hauptstraßen bekannt sind). Anderer verlorengegangener Schmuck könnte mit dem Kehricht unbeachtet auf den Misthaufen gelangt sein. Vielleicht wurde auch nicht mehr reparaturfähiger Zierrat kurzerhand in der Jauchegrube „versenkt“ – nach dem Motto „aus den Augen – aus dem Sinn“.
Dass all diese Schmuckfragmente mit dem Mist als Dünger früher oder später einmal auf den Feldern gelangte, darüber machte man sich wohl keine Gedanken.
Übrigens… die Devise „aus den Augen – aus dem Sinn“ gilt (leider) auch noch in unserer heutigen Zeit
In diesem Sinne – Gut Fund
Noch was, – Dem interessierten Hobbyarchäologen und Sondengänger empfehle ich das Buch „Fibeln, erkennen, bestimmen, beschreiben“ vom Bayerischen Kunstverlag.
