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Ein Wortschatz speziell für Schatzsucher, Hobby-Archäologen und Glücksritter und eine (A-Z) Zusammenfassung zu Sondengänger-Relevanten Themen.

A [ Hier ein kleiner Überblick zu Sondengänger-Relevanten Themen mit dem Buchstaben A 

Inhaltsverzeichnis

Ausrüstung – (must have) Equipment für Sondengänger  – Detektor, eine Fundtasche für Platz für Funde, Handy, Taschenmesser, Ersatzbatterien/Ersatz Akku – gehört zur Standardausstattung eines Sondlers, Rucksack für diversen Metallschrott, (der natürlich auch mitgenommen wird) Getränkeflasche, Handschuhe, Grabungswerkzeug (Es muss nicht der teuerste Spaten sein, habe gute Erfahrungen mit Original BW-Klappspaten gemacht, aber jeder andere Spaten geht auch, denn länger der Stiel desto geringer die Belastung für den Rücken). Im Sommer wegen Zeckengefahr lange Hosen tragen. Und zuletzt noch feste, wasserdichte Schuhe mit gutem Halt jedoch ohne Metallösen, sonst gibt es Fehlsignale/Falschmeldungen. Im Winter gefütterte Gummistiefel.

Archäometrie – Die Erforschung der frühen Menschheitsgeschichte durch naturwissenschaftliche Arbeitsweise.

Abkürzungen:

BD: Bodendenkmal
BLFD: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
DSchG: Denkmalschutzgesetz
LDA: Landesdenkmalsamt

MD: Metalldetektor

NFG: Nachforschungsgenehmigung (Suchgenehmigung)

BGB: Bürgerliches Gesetzbuch

WaffG: Waffengesetz

KWKG: Kriegswaffenkontrollgesetz

B [ Wer „A“ sagt, muss auch „B“ wie Bronze sagen
  

Bergemagnet / Magnetangeln – Suchmagnete (Neodym) haben extrem hohe Haftkraft und sind die stärksten Magnete der Welt. Personen mit Herzschrittmachern müssen ausreichenden Abstand von Magneten einhalten! Achtet beim Kauf von Bergemagneten auf die Bezeichnung N52. Das sind die, mit der stärksten und höchst möglichen Magnetisierung.

Bayernatlas  – (ein Teil des online Portals vom BLFD) der Bayerische Denkmal-Atlas beinhaltet die Bau- und Bodendenkmäler im Freistaat Bayern. Luftbilder, Karten, Fotos und Text zu allen Denkmälern und sind  tagesaktuell abrufbar.

Bodendenkmal ist ein meist im Boden, liegender Beweis der Zivilisation einer Epoche. Ein BD kann beweglich, z.B. eine Bronzenadel, oder unbeweglich, z.B. eine Kelten-Viereckschanze sein. (siehe Denkmalerfassung)

Bodenradarmisst Störungen in den oberen Schichten des Erdbodens durch die Reflexion von elektromagnetischer Strahlung.

Bodenkalibrierung / Bodenabgleich  – Die elektrische Leitfähigkeit in „Mikro Siemens“   gemessen, wird durch die Menge an im Boden gelösten Salzen, wie Alkali-Ionen, Chlorid, Sulfiden (natürlich vorkommende Eisen-Schwefel-Mineralien), Hydrogencarbonat und dessen Sättigung mit Nährstoffen (z.B. durch Düngung oder natürlicher Zersetzung) und Schwermetallen beeinflusst. Je höher der Boden mineralisiert ist, desto höher ist seine elektrische Leitfähigkeit (höherer µS-Wert) und desto niedriger ist der elektrische Widerstand (Ω-Wert). Der Bodenabgleich kompensiert diesen Zustand (je nach MD-Gerätetyp auch automatisch).

Bodenabstand  – Wenn die Felder abgeerntet sind haben die meisten Landwirte nichts gegen eine Feldbegehung. Aber nach dem Umpflügen, muss man sich auf Grund zu großer Schollen (Berge) und den unebenen Boden die Frage stellen, ob das überhaupt Sinn macht, auf so einem Feld zu sondeln. Wenn der Bodenabstand zu groß ist, (Täler) wird Tiefenleistung „verschenkt“.

Bronzezeit diese Epoche bezeichnet in die Dauer zwischen Kupfer- und Eisenzeit der Vor- und Frühgeschichte. (siehe Epochen) ein interessanter Film dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=CbHAlDYed1Q

Balance (Hebel) der Handgriff eines MD’s sollte Schwerpunktmittig sein – Gewicht des Akkus liegt vollständig hinter der Armauflage (ermüdungsfrei) dadurch wird die Hebelwirkung so gering wie möglich gehalten. (siehe Ergonomie)

 

C [ „C“ steht für Carbon, ein leichter mit Kohlenstofffaser verstärkter Kunststoff ]

 

CarbonTeleskopgestängeist leicht, stabil und lässt sich zweckmäßig zusammenschieben. Ideal für den Metalldetektor, denn ein schweres Gestänge, das man über längere Zeit trägt, erzeugt schnell Müdigkeit und Schmerzen in den Gelenken.

D [ Unter „D“ gibt’s wichtige Information zum Begriff Denkmal ]

 

Denkmalschutzbehörde – Nach Artikel 8 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes sind neu entdeckte Bodendenkmäler der Unteren Denkmalschutzbehörde oder dem Landesamt für Denkmalpflege zu melden. (Wer sich auf archäologisch ausgewiesenen Arealen als Schatzsucher betätigt, macht sich strafbar)

Denkmalerfassung – ist eine Meldung von Denkmälern das LDA. Ein Formular für eine Denkmalerfassung und die Ansprechpartner für Bayern im nachfolgenden Link

http://www.blfd.bayern.de/medien/meldung_bodendenkmal_07-2014.pdf

DiskriminierungDiskriminations-Funktion zum Ausblenden störender Objekte, bzw. Ausblendung oder Unterscheidung zwischen „Eisen“ und „nicht Eisen“. Aber eine hohe Diskriminierung geht auf Kosten der Tiefenleistung.

 

E [E – wie Ehrenkodex oder Epochen müssten doch jeden Sondler interessieren! ]  

Ergonomieschädigungslose, ausführbare, erträgliche und beeinträchtigungsfreie Arbeitsbedingungen (siehe Balance)

Empfindlichkeit  – Böden enthalten leitfähige Erze oder mineralisiertes Gestein. Die Empfindlichkeit muss dem Boden angepasst werden. Auch Hochspannungs-Stromleitungen können sich auf die Empfindlichkeit auswirken. (18Khz-Geräte (Kleinteileempfindlicher) sind da gegenüber 4Khz-Geräten im Nachteil. Hier muss einfach mehr Abstand zur Störquelle halten gehalten werden. (siehe Bodenabgleich)

EhrenkodexZuerst den Grundeigentümer fragen (Achtung: Pächter ist nicht gleich Eigentümer!) nicht auf Denkmalschutzgebiete sondeln – Abfallfunde mitnehmen – Grabungs-Löcher wieder verschließen – archäologisch interessante Funde bei LDA melden – Gefährliche Funde (Kampfmittel/Munition) bei Polizei melden – Nicht auf frisch eingesäten Felder und Äckern – keinen Flurschaden anrichten.

Ehrenamt – ehrenamtlich engagierte Hobby-Archäologen gibt es in Bayern ca. 1430 (weiterführender Link – http://www.blfd.bayern.de/medien/themen3_ehrenamt_k.pdf)

Eisenzeitist in einen älteren Zeitabschnitt von ca.200 v. Chr. bis 400 n. Chr. (siehe Epochen)

EpochenDie Geschichte der Menschheit

Steinzeit

– Altsteinzeit     (Altpaläolitikum)         vor 500.000 Jahren

– Jungsteinzeit  (Neolithikum)     5500-2200 (Ackerbau & Viehzucht)

Diese Epochen der Steinzeit ist für Sondler weniger relevant – wer sich aber als Hobby-Archäologe und Heimatforscher sieht, sollte auch einen Blick dafür haben. Denkt auch immer dran, wenn ihr über die Felder streift und sowieso auf den Boden schaut, euch nicht nur auf eure Signale zu konzentrieren. Auch Steinwerkzeuge oder Keramik-Scherben sind oft Zeugnis vorgeschichtlicher Kulturen und fürs Denkmalamt sehr interessant. Einfach Dokumentieren, Mitnehmen, einreichen.

 

Ø  Ab hier wird es interessant für den „Schatzsucher“

 

Kupferzeit          Früh-,Mittel-,Spätkupferzeit  3700 – 1950 v. Chr.

Bronzezeit          Früh-,Mittel-,Spätbronzezeit  2200 – 800 v. Chr.

Eisenzeit            Frühe Eisenzeit                   800 – 475 (Hallstattzeit)

Späte Eisenzeit (Latènezeit)  475 – 15 v. Chr. (Kelten)

Römische Kaiserzeit                                    10 v. Chr. –  455 n. Chr.

Frühes Mittelalter                               (6. Jahrhundert bis 11. Jahrhundert)

Hochmittelalter                                  (11. Jahrhunderts bis ca. 1250)

Spätmittelalter                                           (ca. 1250 bis ca. 1500)

Neuzeit (Epoche nach dem Spätmittelalter)                    ab 1500

Moderne                                                   Ende des 19. bis Anfang

des 20. Jahrhunderts

l  Anthropozän      = derzeit                           Plastik-, u. Aluminiumzeit

F [ Wissenswerte Information unter „F“ zum Thema Fundmeldung bis vielversprechende Fundstellen ]

 

Fundmeldung  – Nach einer Fundmeldung darf der Fundort für die Dauer von sieben Tagen nicht verändert werden. (siehe Denkmalerfassung)

Fehlsignalemoderne Tiefenortungssysteme sind vielfach Mikro-prozessorgesteuert, zum Teil auch mit der Möglichkeit der Firmware Aktualisierung. Dennoch gibt es manchmal Fehlsignale, die man sich nicht erklären kann. Hier hilft oft einfach die A-E-G-Regel! Ausschalten – Einschalten – Geht.

Flurnamen Bezeichnungen für Teile der Landschaft, etwa Felder, Wälder, Hügel, kleinere Berge, Vertiefungen usw. (z.B. „beim Bild“, „Dornäcker“, „Espan“, „Lehmgrube“ oder  „Klinge“) und deutet darauf hin, welche Begebenheit sich mit dem Gebiet verbindet. Wer sich mit den Flurnamen etwas auskennt, kann die Namen lesen, wie eine Schatzkarte. Der Überlieferung nach hat z.B. der Flurname „schwarze Lache“ bei Bad Mergentheim seinen Ursprung aus einer Schlacht des 30-jährigen Krieg (1608-1648). Das getrocknete Blut der gefallenen Soldaten färbte das Gras dunkelrot bis schwarz. Wer sich weiter informieren will, dem empfehle ich das Verzeichnis: https://www.yumpu.com/de/document/view/18862552/flurnamenlexikon-baden-wurttemberg-hypotheses

Frequenzbereich(Suchfrequenz) Die elektromagnetischen Arbeitsfrequenzen eines Detektors werden in Kilo-Hertz (kHz) gemessen. Je höherer die Frequenz, (z.B. 40 kHz) umso größer die Kleinteilempfindlichkeit (bezogen auf die Objektgröße). Bei niedriger Frequenz ist die Kleinteilempfindlichkeit kleiner, aber die Ortungstiefe bei mineralisierten Böden ist größer. Es besteht eine direkte Abhängigkeit zwischen Frequenz, Objektgröße, Mineralisation, Suchtiefe, und Spulengröße.

Fundrecht  – (BGB § 965 ff) Anzeigepflicht des Finders. > Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Verlierer oder dem Eigentümer oder einem sonstigen Empfangsberechtigen unverzüglich Anzeige zu machen. Ist die Sache nicht mehr als 10 Euro wert, so bedarf es der Anzeige nicht.<

Fundstellen Erfolgversprechende Suchgebiete für Hobby-Archäologen, Glücksritter, Sondengänger und Schatzsucher sind z.B.

FESTPLÄTZE – RICHTSTÄTTEN (GALGEN) – ALTE HANDELSWEGE & WEGKREUZUNGEN – TAL-EINGÄNGE – MARKANTE BÄUME & BAUMGRUPPEN – MARKANTE STEINFORMATIONEN  – FLUSSSCHLEIFEN  – QUELLEN  – ALTE MÜNDLICHE ÜBERLIEFERUNGEN – SCHLACHTEN AUS DEM 30-JÄHRIGEN KRIEG    – ALTE MÜHLEN – HISTORISCHE KARTEN

Fundreinigung (Elektrolyse) – Elektrolyse ist eine Methode zur Oxidentfernung, mittels Gleichspannung. Über eine Gleichstromquelle (Schutzkleinspannung) wird über eine Anode Strom geschickt, um einen  Austausch von Ionen anzuregen. Das zu reinigende Metallobjekt (Kathode) liegt dazu in einer elektrolytischen Lösung z.B. Natronlauge.

Fundunterschlagung§ 246 Strafgesetzbuch (StGB)

>Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist. > (siehe Schatz)

 

G [ Auch Schlagworte  unter „G“ wie GPS oder GeoPortal sind wohl jedem Sondler ein Begriff ]

 

GPS –  Ein GPS-Gerät benötigt immer freie Sicht zum Himmel. Im Wald, unter einem dichten Blätterdach ist es schwierig ein gutes GPS-Signal zu bekommen.

gesetzlichen Bestimmungen (siehe Schatz)

Grabungsschutzgebiet – es dürfen Arbeiten, durch die verborgene Kulturdenkmale zu Tage gefördert oder gefährdet werden können, nur mit Genehmigung vorgenommen werden. (siehe Denkmalschutz)

GeoPortale  – über diese online-Portale können Geodaten (Landkarten, Luftbilder, Themenkarten, Energiebilanzen, oder Themen zum Naturschutz) abgerufen werden. (siehe Recherche)

 

H [ Was hat der römischen Kaiser Hadrian mit dem Sondeln zu tun? finde den geschichtlichen Zusammenhang hier unter „H“.]

 

Hadrianischen Teilung §984 BGB gilt für Schatzfunde (nur in Bayern) und bezieht sich auf die 50/50 Regelung, d.h. eine Hälfte des Eigentums geht an den Finder, die andere an den Grundeigentümer. (siehe Schatz/Schatzregal)

I [ Wer sich für Technik interessiert, wird hier beim Buchstaben „I“ fündig. ]

 

Induktion (Pulsinduktion) hat gegenüber anderen Ortungstechnologien den Vorteil, dass man durch Vergrößerung der Suchspule eine Vergrößerung der Suchtiefe erreicht.

(siehe Ortungstechnologie)

K [Bei „K“ steht wissenswertes für den Sondler, der auf der Suche nach Militärischem ist. ]

 

Kriegswaffenkontrollgesetz  (Art. 26 II GG.) – Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. (Verstöße gegen das KWKG sind Straftaten.)

Kampfmittelräumdienst auch Kampfmittelbeseitigungsdienst. (KMBD) Wenn Sie Kampfmittel jeglicher Art auffinden, gilt: Hände weg und sofort die Polizei verständigen! Die Kosten für die Räumung und Beseitigung von aufgefundenen Kampfmitteln trägt im Regelfall die öffentliche Hand. (weiterführender Link:)    https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Sicherheit/Kampfmittel/Documents/16_kmbd_identkatalog.pdf

 

L [  Wer wird denn  bei „L“ gleich in die Luft gehen? Vielleicht der Luftbildarchäologe? ]

 

Leitfähigkeit(siehe Bodenkalibrierung / Bodenabgleich)

Luftbildarchäologie wird zur flächendeckenden Erkundung von Bodendenkmalen eingesetzt. Dabei werden durch Vegetationsanomalien Siedlungsspuren aufgenommen. (z.B. Bayernatlas oder googleEarth)

(siehe Recherche) Für Sondler kann auch eine unbemannte Drohne, ein mit einer Kamera bestücktes Fluggerät zur Recherche von Nutzen.

(siehe Quadrokopter)

Latènezeit – beschreibt die Epoche der Kelten nach der späten Eisenzeit.

 

M [ Nicht alles, das mit „M“ beginnt ist Müll – es könne auch ein  Metalldetektor sein ]

 

Magnetangeln bzw. Magnetfischen(siehe Bergemagnet)

MetalldetektorenEin Metallsuchgerät, ist ein Gerät zur Lokalisierung verborgener Metallteile. „Wer zu billig kauft, kauft zweimal“ – diesen Spruch kennt wohl jeder. Detektoren unter der 100 Euro Klasse sind vielleicht für Kinder geeignet, oder für die, die nur mal in die Materie reinschnuppern wollen. Profi-, / Semiprofigeräte fangen bei ca. 500.-€ an.

Müll wir leben im Anthropozän = derzeit. (altgr.: «Das menschlich (gemachte) Neue») Das meiste, was ein Sondler findet, sind Blechdosen, Alufolie, Kronkorken und Abziehlaschen. Aber auch diesen „Müll der Anthropozänen Zivilisation“ nimmt ein Sondler natürlich, wenn auch stets leise fluchend zum entsorgen mit.

Münzen – auf bewirtschafteten Feldern findet man relativ häufig Klein-, und Kleinstmünzen wie Kreuzer, Heller, Pfennige. Warum ist das so? Das ist ganz leicht erklärt, – früher war einfach viel mehr los auf den Feldern. Zu einem groß-bäuerlichen Haushalt gehörten das Gesinde, also mehrere, Knechte und Mägde. Besonders zu Erntezeiten wurden auch noch Tagelöhner und Handwerksburschen beschäftigt. Die haben sich auf den Feldern ihren Lohn erarbeitet und das Geld auch teilweise wieder verloren.

Unter Numismatik gibt’s eine kleine Zusammenfassung der am häufigsten gefundenen Münzen.

N [ Ein Redensart lautet: Reiche Leute haben das meiste Geld. Bei „N“ geht’s um’s liebe Geld ]

 

Numismatik die Beschäftigung mit Geld und seiner Geschichte. Auch das Sammeln von Münzen wird Numismatik genannt. Nachfolgend diverse alte Währungen, die man oft, wenn auch in meist in einem bedauernswertem Zustand findet:       

Heller – frühere Kupfermünze (kommt vom schwäbischen Hall) ca. 1/2 Pfennig

Pfennig      2 Heller –      360 Pfennig = Taler   (es gab auch Pfenning)

Kreuzer  –  4 Pfennig 60 Kreuzer 1 Gulden

Schilling  –     1 Schilling ca. 3 Kreuzer 12 Pfennig -> 20 Schilling

Albus –      12 Schilling 72 Heller

Stüber       16  Heller

Groschen –    1 Groschen 1 Schilling 3 Kreuzer  (Kreutzer)

Batzen  –       1 Batzen ca. 4 Kreuzer 16 Pfennig->15 Batzen 1Gulden

Pfund  –         1 Pfund 20 Schilling etwa 240 Pfennigen

Mark  –          1 Mark (um 1200) etwa ½ Pfund Silber später 20 Groschen

Gulden  –       (von „golden“)  es gab aber auch Silbergulden 20 Schilling

Denar    –  1 Pfennig

Taler        –   1 Taler 24 Groschen 90 Kreuzer 360 Pfennige

zudem gab es noch Konventionstaler, Scheide-, und Landmünze aus Silber und Billon, oder nachfolgende Geldstücke:

Einseitiger Pfennig   1466-1495                 Würzburg, Bistum

Gröschlein               1575                 Württemberg

Breiter Groschen      1369-1406         Balthasar von Thüringen

Klappmützentaler     1486-1525         Kurfürstentum-Sachsen

Hohlpfennig             1448                 Saalfeld

Weißpfennig            1461-1475         Mainz, Erzbistum

Körtling                    1510                 Einbeck, Stadt

4 Grote                    1562                 Bremen, Erzbistum

Dreier                      1682                 Bamberg, Bistum

Bei der Vielzahl von Währungen, gab es dazu aber auch noch unterschiedliche Umrechnungssysteme. So konnte z.B. 1 Taler einen Wert von 20 bis 48 Schilling bzw. Groschen haben. Die obig genannten Umrechnungen sind nur grob berechnet und haben keinen Garantieanspruch. So wurde im Jahr 1611 – 1 Reichstaler für 75 Albus, im Jahr 1700 mit 100 Albus umgerechnet.

 

O [ Technikinteressierte kommen bei „O“ wie Ortung“ zu ihrem Recht] 

 

Ortungstechnologien

Puls-InduktionstechnologieZeitlich versetztes Senden und Empfangen von kurzen und besonders starke Magnetimpulsen. Geeignet für große Suchtiefen. Jedoch hat diese Technologie, bauartbedingt nur eine bedingte Metallunterscheidung und ist nicht so komfortabel und zuverlässig wie die VLF-Metalldetektoren!

VLF(Very Low Frequenz) ermöglichen das Aufspüren elektromagnetischer Feldanomalien, auch zum Aufspüren von unterirdischen Hohlräumen oder Tunnel.

Multi-Frequenz-Technologie(Breitbandtechnologie) Manche Metalldetektoren arbeiten mit den Frequenzen 4; 8;10;15;18;40Khz und wieder andere kombinieren all diese Frequenzen zu einer „Multifrequenz“ von 1.5Khz – 40 Khz und erreichen so ein höheres Spektrum an Tiefenleistung und Empfindlichkeit.

 

P [ Begriffe unter „P“ wie das lat. prospicere „heißt so viel wie aus der Ferne herabsehen“ ]

 

Prospektion Hier geht es in erster Linie nicht um Grabungen, sondern um die Erkundung eines Gebietes, oder Teilabschnittes. Und zum Aufspüren der zum Teil seit Generationen im Boden liegenden Schätzen. Die Prospektion liefert u.a. den Hinweis, ob sich eine Grabung lohnt oder nicht.

(Auswahl der zu prospektierenden Fläche durch Recherche)

Pinpointer Ein Pinpointer ist ein kleines Metallortungsgerät mit dem man Objekte im Erdaushub feinorten kann, anstatt mit den Händen in der Erde wühlen.

 

Q [ Wie der Hobby-Sondler zum Hobby-Piloten wird, bei „Q“ gibt’s die Antwort ]

 

Quellenwurden z.B. in der Latènezeit als heilige Orte verehrt und vielerorts wurden Opfer gebracht. (siehe Fundstellen)

Quadrokopter –  Diese unbemannten Luftfahrzeuge, werden auch unter Sondler zum Ausspähen lohnenswerter Landmarken und markanter Geopunkte immer beliebter und halten längst nicht mehr nur im gewerblichen Bereich Einzug. So fliegen Quadrokopter – Drohnen (Der Name Quadrokopter leitet aus dem Wort „quadrum“ (Viereck) und dem griechischen Wort „pteron“ (Flügel) ab, mit meist vier Propellern – durch die Luft und machen von dort aus atemberaubende Bilder oder Videos in HD-Qualität.

 

Was die wenigsten Piloten solcher Drohnen allerdings nicht bedenken, ist eine mögliche Verletzung der Privatsphäre. Beim Filmen oder Fotografieren mit einer Kamera kann in bestimmten Fällen auch das Urheberrecht betroffen sein. Doch auch hier gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Als Hobby-Pilot haben Sie sich vorher zu erkunden, welche Rechte und Pflichten Sie beim Start eingehen. Die Nutzung dieser Drohnen mit einem Abfluggewicht von mehr als  0,25kg ist lt. (§ 21 a Abs. 4 Luftverkehrs-Ordnung, LuftVO) (noch) genehmigungsfrei möglich. Seit dem 1.Oktober 2017 ist bei Drohnen mit einer Startmasse von mehr als 2 kg allerdings ein Kenntnis-Nachweis in Navigation und Luftrecht erforderlich.

 

R [ Die Räuber in Schillers Drama, von 1782 hätten hier bei „R“ auch ihren Platz gefunden. ]

 

Regenbogenschüsselchen  – Keltische Goldmünzen aus der Latènezeit in kleinen, tellerartigen Prägungen. Goldgehalt ca. 12 Karat.

Raubgrabung – der Begriff Raubgrabung wird bei Archäologen gerne verwendet, stellt alle Sondler unter Generalverdacht und beinhaltet deren Meinung nach das Ausgraben von antiken Objekten oder Bodendenkmalen unter Missachtung der jeweils gültigen Denkmalschutzgesetze. Im eigentlichen Sinne gibt es juristisch gesehen keine Raubgrabung! „Raub“ (§ 249 StGB) ist vereinfacht gesagt ein Diebstahl, bei dem Gewalt gegen eine Person angewendet wird. Dennoch hält sich dieser Begriff beharrlich.

Rechtliches(siehe Schatz/BGB)

RechercheEin unverzichtbares Hilfsmittel für die Recherche von Denkmälern ist der BayernViewer. Vielversprechende Orte zum Suchen sind z.B. Alte Mühlen – einzeln stehende Bäume – Alte Hohlwege – Quellen – Strand und Badeseen (siehe Prospektion) + (siehe Fundstellen) weiterführender Link –   

 

S [Wenn es um den Begriff Schatz geht, ist man beim „S“ genau richtig ]

 

SchatzBürgerliches Gesetzbuch – § 984 Schatzfund (siehe auch Fundunterschlagung)

Wird eine Sache, die so lange verborgen gelegen hat, dass der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist (Schatz), entdeckt und infolge der Entdeckung in Besitz genommen, so wird das Eigentum zur Hälfte von dem Entdecker, zur Hälfte von dem Eigentümer der Sache erworben, in welcher der Schatz verborgen war.

Schatzregal –  15 von 16 Bundesländern haben ein Schatzregal.

– § 23 – Bewegliche Kulturlenkmade, die herrenlos sind oder die so lange verborgen gewesen sind, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, werden mit der Entdeckung Eigentum des Landes, wenn sie bei staatlichen Nachforschungen oder in Grabungsschutzgebieten entdeckt werden oder wenn sie einen hervorragenden wissenschaftlichen Wert haben. (heißt im Klartext: Mit dem Schatzregal ist geregelt, dass herrenloses, bis zum Zeitpunkt des Fundes      verborgenes Gut mit seinem Auffinden Eigentum des Staates wird – Das Schatzregal gilt in allen deutschen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern.)

Sondelneines der vermutlich letzten großen Abenteuer. Ich vergleiche das Sonden gehen gerne mit Überraschungs-Eiern. Es macht Spaß, man ist an der frischen Luft und man erlebt manchmal auch eine Überraschung. Der Sondengänger ist eine Person, die mit einem Metalldetektor gezielt nach metallischen Gegenständen im Boden sucht. Dieser Vorgang wird im Fachjargon unter Sondengänger gerne als sondeln bezeichnet.

Splittersuchgerät –  Ein Splittersuchgerät gehört zum modernen Equipment der Forst- und Holzwirtschaft. Während der Weltkriege sind schon mal Granaten ohne zu explodieren in jungen Bäumen stecken geblieben und mit der Zeit in den Baum hineingewachsen. Die Relikte sind eine große Gefahr für Motorsägen-ketten, oder Messer von Furniermaschinen.

T [ Tipps und Tricks – findet man selbstverständlich unter dem Buchstaben „T“ ]

 

TiefenleistungIst die direkte Abhängigkeit zwischen Frequenz, Objektgröße, Mineralisation und Suchtiefe. (siehe Frequenz)

Tipps und Tricks

Die Suchspule immer so nah wie möglich über dem Boden führen und nicht dem Pendeln verfallen, sonst geht „wertvolle“ Suchtiefe verloren.

Viele Schatzsucher verwenden den Diskriminator, um nicht ein Übermaß an Schrott herauszuholen. Vergessen dabei aber, dass da auch ein Bajonett-, oder Schwert-Signal unterdrückt werden kann. Es heißt: wer diskriminiert, der verliert!

Vorsicht bei Herzschrittmacher! Wegen der elektro-magnetischer Strahlung ist beim Umgang mit dem Metalldetektor Vorsichtig geboten!

U [Hier beim „U“ geht es nicht um UFO’s mit einem E.T., der nach Hause telefonieren will ]

 

Unerwünschte Funde  – (Kampfmittel) Beim Fund eines Blindgängers gilt das 1. Gebot des Sondlers: Polizei anrufen! Fund liegen lassen! Fundstelle sichern. Näher kommende Personen warnen. Die Polizei unternimmt die erforderlichen Schritte, um die Gefahr zu beseitigen.

UFOFundstücke, die man nicht sofort zuordnen kann werden bei Sondengänger als UFO’s benannt (Unidentifizierte Fund Objekte)

Ultraschall  – Ultraschall-Reinigungsgerät (Fundreinigung) Besonders schonendes Verfahren zur Reinigung von Schmuck, Kleinteilen oder Münzen mittels elektrischer Hochfrequenz-Energie, mit Hilfe der Kavitation “Dampfbläschen”.

UMOSynonym für UFO (Unidentifiziertes Metallisches Objekt)

 

V [Man kann bei „V“ nur Gleiches mit Gleichem vergleichen und nicht Beethoven mit Schiller ]

 

Vergleich  – wie heißt es in dem berühmten Schiller-Zitat:

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang… es soll ein Metalldetektor angeschafft werden, – aber welchen?    Siehe:  https://metalldetektorenvergleich.de/

Verbotszonen(Denkmalschutz Bayern) verschiedene Beispiele für Sondel-Tabuzonen sind Gebietskennzeichnungen mit: Siedlung der Linearbandkeramik; Siedlung der Urnenfelderzeit; Siedlung des jüngeren Neolithikums; Viereckschanze der späten Latènezeit; Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung; Körpergräber der Schnurkeramik; Grabhügel der Hallstattzeit; Siedlung der römischen Kaiserzeit und des frühen Mittelalters; Merowinger zeitliche Reihengräber; Spätlatène zeitliches Oppidum oder Villa Rustika der römischen Kaiserzeit usw.

Das für Baden Württembergs zuständige Landesamt für Denkmalpflege gibt unter https://www.leo-bw.de/themen/denkmaler derzeit 7263 Denkmale bekannt.

 

W [ In einem Zitat von Julius Cesars heißt es: „Waffen und Gesetze gedeihen nicht zusammen“ hier in „W“ sind aber beide vereint ]

 

Waffengesetz (WaffG)  – Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Waffen oder Munition unter Berücksichtigung der Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

 

Y [ Was wird nicht alles hoch geladen oder mit Freunden geteilt? „Y“ steht hier für YouTube ]

 

You Tube – Auf YouTube findest du großartige Videos rund um das Thema Sondeln, Schatzsucher und Hobby-Archäologen und alle, die es vielleicht noch werden wollen. Ein besonderer Link dazu:  https://www.youtube.com/hobby-sondler

Z [ Wie bei Max und Moritz: wehe euch! Jetzt kommt euer letzter Streich mit dem „Z“ ]

 

Zubehör  – nützlich

Spiralkabel-Sicherungskabel geeignet für Pinpointer gegen Verlust, denn so ein neuerer Pinpointer kostet in der besseren Ausführung schon mal 150.-€ und da ist ein Verlust doch ziemlich Schmerzlich.  

(Hilfe für unterwegs) Leider lässt das Funknetz mancherorts noch zu wünschen übrig. Da kann ein Walkie TalkieFunkgerät nützlich sein.

Zeitschrift –  eines der größten Magazine für Sondengänger und Geschichtsinteressierte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und mein Favorit: https://schatzjaeger-magazin.com/

 

Diese Liste wird permanent aktualisiert.